Eine Klammerprothese ist ein günstiger Zahnersatz

Günstige Klammerprothese: Vor- und Nachteile

Eine Klammerprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz. Sie ist eine Option, wenn mehrere Zähne im Ober- oder Unterkiefer fehlen. Die gesetzliche Krankenkasse empfiehlt bei großen Lücken eine Klammerprothese als Regelversorgung, denn eine Klammerprothese ist einfach herzustellen und kostengünstig. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile dieses Zahnersatzes.

Festsitzender Zahnersatz ist nur bei kleinen, zahnbegrenzten Lücken problemlos möglich. Große Lücken und fehlende letzte Backenzähne können oft am einfachsten mit einer herausnehmbaren Klammerprothese versorgt werden.

Eine Alternative zur Prothese sind Implantate. Implantate können allerdings nicht bei jedem Patienten zum Einsatz kommen und sind sehr teuer.

Die Modellgussprothese oder Klammerprothese

Die günstigste Form des definitiven Zahnersatzes ist die Klammerprothese. Sie gehört zu den herausnehmbaren Prothesen und wird auch Modellgussprothese genannt, weil die Basis und die Klammern aus Metall bestehen. Sie werden über gegossene Klammern an den Zähnen befestigt.

Herstellung einer Klammerprothese

1. Für die Herstellung einer Klammerprothese müssen zunächst Abdrücke genommen werden. Im zahntechnischen Labor wird dann ein Modell erstellt. Auf diesem Modell fertigt der Zahntechniker einen Abdrucklöffel an, der nur in Ihren Mund passt.

2. Mit diesem Abdrucklöffel wird mit einem genaueren Material ein weiterer Abdruck genommen. Wieder erstellt der Zahntechniker ein Modell. Auf diesem Modell stellt der Zahntechniker anschließen Ihren Zahnersatz her.

3. Bei einem dritten Termin überträgt der Zahnarzt Ihre Biss-Situation auf die Modelle. Hierfür benutzt er eine Biss-Schablone oder ein Biss-Registrat aus Silikon. Nun weiß der Zahntechniker genau, wie Ihre Kiefer übereinanderstehen und beginnt mit seiner Arbeit. Er modelliert den herausnehmbaren Zahnersatz zunächst in Wachs. Das Wachsmodell wird später in Metall überführt.

4. In manchen Fällen probiert Ihr Zahnarzt das dünne Metallgerüst der Klammerprothese in Ihrem Mund an, bevor die Prothese fertiggestellt wird. Wenn alles gut passt, stellt der Zahntechniker die künstlichen Zähne auf die Prothesenbasis.

5. Nun wird die Modellgussprothese ein letztes Mal anprobiert. Wenn der herausnehmbare Zahnersatz gut passt und beim Beißen nichts stört, kann der herausnehmbare Zahnersatz fertiggestellt werden.

6. Beim letzten Termin können Sie Ihren neuen Zahnersatz mitnehmen. 

Vorteile und Nachteile von Klammerprothesen

Einfache und kostengünstige Herstellung

Gesunde Zähne müssen nicht beschliffen werden, denn die Prothese wird durch die Klammern gehalten

Gehen weitere Zähne verloren, können diese meist unkompliziert an die Prothese angebaut werden

Die sichtbaren Klammern sind silbern und stören so die Zahn-Ästhetik

Die Klammern bieten nicht immer einen optimalen Halt. Herausnehmbarer Zahnersatz, der über Doppelkronen oder Geschiebe an den übrigen Zähnen befestigt ist, hält deutlich besser.

Viele Patienten beklagen sich auch über die Metallbasis, die auf dem Gaumen zu liegen kommt‘]

Tipp:Am besten lassen Sie sich Klammerprothesen und Teilprothesen von Ihrem Zahnarzt zeigen. Dann können Sie entscheiden, womit Sie glücklich werden.

Kosten für eine Klammerprothese

Eine Klammerprothese entspricht in den meisten Fällen der Regelversorgung. Das bedeutet: Der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse umfasst etwa 50 % der Behandlungskosten.

Interimsprothese werden von den gesetzlichen Kassen in fast allen Fällen bezuschusst.

Bei sehr geringem Einkommen haben Sie zudem die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen. Dieser kann Ihren Eigenanteil weiter reduzieren.

Hochwertigerer Zahnersatz und Implantate werden von der Versicherung mit dem gleichen Betrag unterstützt wie die Regelversorgung. Besonders die Kosten für Implantate können schnell mehrere Tausend Euro betragen.

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Andere Varianten des herausnehmbaren Zahnersatzes

Herausnehmbaren Zahnersatz gibt es in unterschiedlichen Formen. Fehlen alle Zähne, muss eine Totalprothese hergestellt werden. Diese „Dritten Zähne“ bestehen aus Kunststoff und liegt auf dem Zahnfleisch.

Wenn die Kiefer sich zurückgebildet haben, hält eine Totalprothese oft nicht besonders gut. Das ist besonders im Unterkiefer ein Problem.

Wenn noch Zähne im Mund vorhanden sind, kann ein sicherer Halt auch im Unterkiefer erreicht werden. Die Prothese kann dann an den Zähnen befestigt werden und liegt nicht nur locker auf der Schleimhaut. Es gibt unterschiedliche Formen von Teilprothesen.

Die Interimsprothese

Die einfachste Prothese ist die Interimsprothese oder Übergangsprothese.  Sie wird benötigt, wenn mehrere Zähne gezogen werden müssen.

Das zahntechnische Labor stellt diese Art der Prothese schon vor der Zahnentfernung her. Sie besteht aus Kunststoff, künstlichen Zähnen und gebogenen Klammern. Über die Klammern wird die Interimsprothese an den restlichen Zähnen befestigt.

Da sie hergestellt wird, bevor die Zähne gezogen werden, passt diese Versorgung nicht immer perfekt. Die Interimsprothese ist keine langfristige Lösung, sondern soll nur für die Zeit getragen werden, in der Zahnfleisch und Knochen heilen.

Nachdem Zahnfleisch und Knochen geheilt sind, kann ein hochwertigerer Zahnersatz eingesetzt werden.

Teleskopprothese oder Geschiebeprothesen

Teilprothesen, die über Kronen an Zähnen oder Implantaten befestigt werden, sind ein kombinierter herausnehmbarer Zahnersatz. Sie sind kein festsitzender Zahnersatz, bieten aber einen sicheren Halt. Die Zähne neben den Lücken werden hierfür mit Kronen versorgt, an denen sich Halteelemente für den herausnehmbaren Zahnersatz befinden.

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Günstige Klammerprothese: Vor- und Nachteile
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