Geld und der Heil- und Kostenplan

Einfach erklärt: So funktioniert der Heil- und Kostenplan (HKP)

Der Heil- und Kostenplan für gesetzlich Versicherte wird von Ihrem Zahnarzt erstellt, wenn Sie Zahnersatz benötigen. Er dokumentiert dort, welche Behandlungen erfolgen sollen und wie hoch die voraussichtlichen Kosten sind. Erfahren Sie hier, wie die Heil- und Kostenplan aufgebaut ist und wie Sie ihn bei der Kasse einreichen. 

HKP – wie ist der Heil- und Kostenplan aufgebaut?

Der Heil- und Kostenplan ist grundsätzlich in zwei Teile gegliedert. Teil 1 enthält alle Angaben, die für die Krankenkasse relevant sind. Teil 2 ist für den Überblick des Patienten gedacht und wird nur ausgefüllt wenn eine Behandlung ausgewählt wird, die nicht unter die Regelversorgung fällt.

Für alle denkbaren Befunde ist eine Regelversorgung gesetzlich festgelegt, die dem Befund angemessene Behandlung beschreibt.

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Heil- und Kostenplan: Teil 1

Das Zahnschema

Der Abschnitt I im ersten Teil des Heil- und Kostenplans, Befund/Behandlungsplan, beinhaltet ein Zahnschema, in das der Zahnarzt den Befund (B), die Regelversorgung (R) sowie die geplante Versorgung (TP – Therapie-Planung) einträgt. Dabei verwendet der Zahnarzt spezielle Abkürzungen, um die Behandlung genau zu beschreiben. Diese sind im HKP erläutert.

Befund, Regelversorgung und Therapieplanung

Der Zahnarzt trägt in die Zeile B des Zahnschemas den Befund des Gebisses ein. Das bedeutet, dass er beispielsweise bei einem fehlenden Zahn an der entsprechenden Stelle ein “f” einsetzt.

In der Zeile R wird dann die Regelversorgung festgehalten. Im Falle eines fehlenden Zahnes entspricht dies dann einem “B” oder “BV” (im Frontzahnbereich), also einem Brückenglied. Wenn der Patient jedoch ein Zahnimplantat bevorzugt, wird in der Spalte TP ein “S” eingetragen, für “implantatgetragene Suprakonstruktion”.

Der Zahnarzt trägt die für den Befund wirksame Regelversorgung immer in den Plan ein, unabhängig davon welcher Zahnersatz tatsächlich verwendet wird. Nur wenn andere oder zusätzliche Leistungen geplant sind, die über die Regelversorgung hinausgehen, wird die Zeile TP des Heil- und Kostenplans ausgefüllt.

Bemessung für Festzuschüsse

Im Abschnitt II des ersten Teils des HKPs, Befunde für Festzuschüsse, wird die Basis für die spätere Bemessung der festen Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkasse geschaffen.
Hier trägt der Zahnarzt im Heil- und Kostenplan sämtliche Befundnummern ein, die aufgrund der Richtlinien wichtig für die voraussichtliche Behandlung sind.

Erwartete Behandlungskosten

Der dritte Abschnitt im ersten Teil des Heil- und Kostenplans, Kostenplanung, bietet Ihnen einen Überblick über die zu erwartenden Kosten.

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Die Behandlungskosten setzen sich aus dem Honorar des Zahnarztes sowie den Material- und Laborkosten zusammen.

Um die Kosten für den Zahnersatz zu berechnen, muss der Zahnarzt diese somit so gut wie möglich schätzen. Je nach Art der Behandlung berechnen Zahnärzte ihr Honorar nach verschiedenen Gebührenverzeichnissen. Kassenleistungen werden nach dem “Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen” (BEMA) abgerechnet, während für private Leistungen die “Gebührenordnung für Zahnärzte” (GOZ) relevant ist. Falls private Leistungen geplant sind, erhalten Sie als Patient auch den Heil- und Kostenplan Teil 2, der eine ausführliche Kostenaufstellung enthält.

Besteht ein Bonusanspruch?

Der Abschnitt IV im ersten Teil des Heil- und Kostenplans ist für die Krankenkasse reserviert. Sie trägt dort den Festzuschussbetrag ein und vermerkt, ob ein Bonusanspruch besteht und wie hoch er ist.

Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und das lückenlose Pflegen des Bonusheftes über fünf Jahre, führen zu einem 20 Prozent höheren Zuschuss. Bei zehn Jahren ist der Zuschuss um 30 Prozent höher. Für Patienten, die unter die Härtefallregelung für Zahnersatz fallen, ist der Zuschuss nochmals höher und der Patient muss kaum oder gar keine Zuzahlung leisten (bei der Regelversorgung).

Erfahren Sie hier, wie das Bonussystem des Bonushefts funktioniert >>

Welche Kosten sind tatsächlich angefallen?

Der Abschnitt V vom ersten Teil des Heil- und Kostenplans, Rechnungsbeträge, ist wieder für den Zahnarzt vorgesehen. Er trägt hier nach erfolgter Behandlung alle real angefallenen Kosten, den Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse und den Versichertenanteil in den Heil- und Kostenplan ein.

Heil- und Kostenplan: Teil 2

Die Privatleistung

Teil 2 im Heil- und Kostenplan wird nur dann ausgefüllt, wenn Sie eine Behandlung wünschen, die von der Regelversorgung abweicht: Sei es ein gleichartiger oder ein andersartiger Zahnersatz.

Ein gleichartiger Zahnersatz bezeichnet bloß eine Abänderung der Regelversorgung. Wählt der Patient eine Vollverblendung statt nur einer Teilverblendung, wie in der Regelversorgung vorgesehen, entspricht dies einer gleichartigen Versorgung. Ein andersartiger Zahnersatz entspricht, wie der Name schon sagt, einer komplett anderen Leistung, also beispielsweise einem Zahnimplantat statt einer Brücke zur Ersetzung eines Zahnes.

In jedem Fall wird der zweite Teil des Heil- und Kostenplans ausgefüllt wenn die geplanten Leistungen nach der zahnärztlichen privaten Gebührenordnung (GOZ) abgerechnet werden.

Wieviel mehr zahle ich im Vergleich zur Regelversorgung?

Der obere Abschnitt des zweiten Teils im HKP bietet eine exakte Kostenaufstellung der voraussichtlichen Versorgung. Außerdem gibt es dort im Heil- und Kostenplan genaue Informationen über die geplanten Gesamtkosten, die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkasse und Ihren Eigenanteil. Zudem trägt der Zahnarzt im unteren Teil die Kosten ein, die bei der Wahl der Regelversorgung anfallen.

Somit kann der Patient anhand des Heil-und Kostenplans vergleichen, wieviel er bei einer Versorgung zuzahlen muss, die nicht als Regelversorgung gilt.

Der Zahnarzt bietet dem Patienten durch den Kostenvoranschlag einen Vergleich seiner unterschiedlichen Zahnersatz-Optionen mit den entsprechenden Kosten.

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HKP: Wie reiche ich den Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse ein?

Nachdem Ihr Zahnarzt den Heil- und Kostenplan ausgefüllt hat, lässt er diesen Ihrer Krankenkasse zukommen. Sie müssen den Heil- und Kostenplan also nicht selbst einreichen, sondern Ihr Zahnarzt kümmert sich um die Übermittlung.

In manchen Fällen bekommen Sie den HKP auch von Ihrem Zahnarzt ausgehändigt mit der Bitte, diesen persönlich bei der Krankenkasse vorzulegen. Dies kann sinnvoll sein, um eine kürzere Bearbeitungszeit zu erreichen. Nach der Bewilligung der Festzuschüsse wird der Heil- und Kostenplan zurück an den Patienten gesendet damit dieser eine Vorprüfung der Kosten, die auf ihn zukommen werden, vornehmen kann.

Wie lange gilt die Zusage der gesetzlichen Krankenkasse?

Die Zusage der gesetzlichen Krankenkasse im HKP gilt ein halbes Jahr, sodass in diesem Zeitraum der Zahnersatz eingesetzt werden muss. Erfolgt die Behandlung nicht in dieser Zeit, muss eine neue Beantragung zur Kostenübernahme stattfinden.

Ist der Kostenvoranschlag bindend?

Wenn der HKP erstellt wird, können die Behandlungskosten nur geschätzt werden. Tatsächlich können sie höher oder niedriger ausfallen, denn die tatsächlichen Kosten richten sich nach den einzelnen Arbeiten des Zahnarztes.

Der Heil- und Kostenplan, also der Kostenvoranschlag, ist nicht verbindlich und es besteht keine Preisgarantie. Die Behandlungskosten dürfen bis zu 20 Prozent höher ausfallen als im HKP angesetzt.

Kommt es während der Therapieplanung jedoch zu größeren Änderungen, müssen Sie von Ihrem Zahnarzt informiert werden und erneut die Genehmigung der Krankenkasse abwarten. Der Heil-und Kostenplan ist also nur insofern absolut bindend für den Zahnarzt, als dass er die bewilligte Leistung erbringen muss und nicht welche Kosten dabei genau entstehen.

Sie können den Heil- und Kostenplan ändern lassen

Wenn der Heil- und Kostenplan bei Ihrer Krankenkasse eingereicht wurde, besteht trotzdem noch die Möglichkeit Änderungen vornehmen zu lassen. Hierfür nimmt Ihr Zahnarzt Kontakt mit der entsprechenden Krankenkasse auf. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Heil- und Kostenplan noch nicht genehmigt wurde.

Es existieren jedoch folgende Ausnahmefälle, in denen ein neuer HKP zu erstellen ist:

  • Befundänderung am Gebiss: Wenn sich innerhalb der sechs Monate der Zustand des Gebisses so verschlechtert, dass sich die Behandlung deutlich verkompliziert, ist ein neuer Heil- und Kostenplan zu erstellen. Dementsprechend können die Kosten höher ausfallen, was von der Krankenkasse im Voraus genehmigt werden muss.
  • Zweite Zahnarztmeinung: Sie erhalten den genehmigten Heil- und Kostenplan und bemerken, dass die Kosten der Behandlung zu hoch sind und Sie sich diese möglicherweise gar nicht leisten können. Dann haben Sie die Möglichkeit, eine zweite Zahnarztmeinung, beispielsweise bei dentolo, einzuholen. Dabei erfahren Sie, ob die anstehende Behandlung nicht doch mit geringeren Kosten durchgeführt werden kann.

28 Gedanken zu “Einfach erklärt: So funktioniert der Heil- und Kostenplan (HKP)

  1. Hallo,

    Ich habe ein paar Fragen und würde ich gern eine Antwort von Ihnen erhalten:
    1. Ich habe ein paar alte Rechnungen von meinem Zahnarzt und wollte ich wissen bis wann kann ich eine Arztrechnung bei der Zahnzusatzversicherung einreichen?
    2. Ich habe ein neues Heil und Kostenplan (Zahnersatz) an meine gesetzlichen Krankenkasse zu genehmigen geschickt. Wollte es wissen wann soll ich Ihnen die Unterlagen schicken, wenn die gesetzlichen Krankenkasse genehmigt würde oder am Ende der Behandlung?

    • **Antwort einer dentolo-Zahnärztin**

      Hallo Frau Onofrasi, mit diesen Fragen müssen Sie sich bitte direkt an Ihre Zahnzusatzversicherung wenden. Normalerweise können Sie nichts falsch machen, wenn Sie die Unterlagen vor der Behandlung einreichen, bei einigen Versicherungen reicht aber auch eine Abschlussrechnung. Bitte kontaktieren Sie für diese Informationen Ihren Ansprechpartner bei der jeweiligen Versicherung. Viele Grüße, Ihr dentolo-Team.

      • Hallo,mir wurde vom Zahnarzt A eine Paradontosebehandlung empfohlen,der dazugehörige Heil-und Kostenplan wurde am 10.03.20 von der Krankenkasse genehmigt,jedoch nicht bei diesem Zahnarzt durchgeführt,da ich mir eine Zweitmeinung von Zahnarzt B einholen wollte!Zahnarzt B hat einen neuen Heil -und Kostenplan zur Paradontosebehandlung bei meiner Krankenkasse am 20.07.20 eingereicht .Heute erhielt ich von meiner Krankenkasse die Information,dass die Paradontosebehandlung bei Zahnarzt B nicht genehmigt wird,da bereits eine Behandlung für Zahnarzt A genehmigt wurde.Die Behandlung wurde doch aber nicht von Arzt A durchgeführt,da ich mir eine zweite Meinung einholen wollte und diez Behandlung von B durchführen lassen möchte

        • Antwort einer dentolo-Zahnärztin

          Hallo Jessie, es ist tatsächlich so, dass immer nur ein Plan genehmigt werden kann. Mit dem genehmigten Plan ist Zahnarzt A berechtigt, die Parodontose-Behandlung bei Ihnen durchzuführen. Wenn nun Zahnarzt B auch eine Genehmigung erhält, ist er ebenso dazu berechtigt. Das heißt, die Behandlung kann theoretisch zweimal durchgeführt und abgerechnet werden. Wenn Sie die Behandlung bei Zahnarzt B durchführen lassen möchten, müssen Sie sich von Zahnarzt A den genehmigten, nicht abgerechneten Plan holen. Diesen Plan muss Zahnarzt B dann mit dem neuen Antrag an die Krankenkasse senden, damit er genehmigt werden kann. Viele Grüße, Ihr dentolo-Team.

  2. Habe das HKP unterschrieben aber habe es nicht vom zahnartzt bekommen kann ich es wieder rückgängig machen wenn ich zurzeit es nicht möchte

    • Hallo Gökhan,

      wenn Sie den HKP unterschrieben haben, aber die Behandlung noch nicht begonnen hat, müssen Sie die Behandlung nicht durchführen lassen. Wenn die Behandlung schon durchgeführt wurde, können Sie das allerdings nicht wieder rückgängig machen.

      Viele Grüße, Ihr dentolo-Team.

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe folgende Frage:

    Wegen zu geringem Einkommen wurde mir der Heil – und Kostenplan für Zahnersatz als Härtefall bewilligt. 

    Was passiert wenn sich im Laufe der Behandlung das Einkommen wieder erhöht, und der Zahnersatz noch nicht eingegliedert ist? 

    Fällt der Härtefall dann wieder weg? Oder gilt die Zusage (Bewilligung) weiterhin?

    Mit freundlichen Grüßen
    Kurz  

    • Antwort einer dentolo-Zahnärztin

      Hallo Herr Kurz,

      grundsätzlich gilt die Genehmigung Ihres Heil- und Kostenplanes. Allerdings ist für die Bemessung des Zuschusses immer das Bruttogehalt im Monat vor Eingliederung des Zahnersatzes maßgebend. Sollte der Ersatz also erst deutlich nach dem Anstieg Ihres Einkommens eingegliedert werden, kann es sein, dass der Härtefall wegfällt oder Sie in eine individuelle Härtefallregelung rutschen, die Sie mit Ihrer Krankenkassen besprechen müssen.

      Viele Grüße,
      Ihr dentolo-Team

  4. Hallo dentolo Team…… vor 5 Jahren habe ich bei meiner Krankenkasse nach Paragraph 28 einen HKV eingereicht……dieser wurde Abgelehnt…….nach 5 jährigem Prozess habe ich nun gewonnen…. nun möchte die Kasse den alten HKV…… es ist davon auszugehen das die Schäden viel ausgeprägter sind und die Kosten der Wiederherstellung sehr viel teurer werden……
    ist hier ein neuer HKV nicht notwendig……vielen Dank in voraus.
    Mit freundlichen Grüßen Elke B.

    • Antwort einer dentolo-Zahnärztin

      Hallo Elke,

      normalerweise sind Heil- und Kostenpläne 6 Monate gültig. In Ihrem Fall sollte ein Zahnarzt beurteilen, ob der alte Plan noch durchführbar ist. Falls ja, muss bedacht werden, dass sich in 5 Jahren Labor- und Materialkosten verändert haben (können). Sollten hier höhere Kosten entstehen oder sollte sich Ihre Situation verändert haben, sodass eine neue Planung erfolgen muss, sollten Sie diese Problematik mit Ihrem Rechtsbeistand besprechen.

      Wir wünschen Ihnen alles Gute,
      Ihr dentolo-Team

  5. Ich habe (als Privatpatientin) einen Heil- und Kostenplan erhalten, der als Position einen HKP vorsieht (GOZ/GOÄ 0040). Es ist mir nicht ganz klar, ob das der vorliegende Plan ist oder ein weiterer. Die Behandlung werde ich mit Sicherheit nicht durchführen lassen, da ich mittlerweile weiß, daß die bei der ersten Behandlung (war zum ersten mal dort) behaupteten Schäden frei erfunden sind. Klingt verrückt, ist aber so.
    Ich suche jetzt die Information, ob ich diesen HKP (sofern dieser gemeint ist mit der oben genannten Position) auch dann bezahlen muß, wenn ich die Behandlung nicht durchführen lasse. Aus meiner Sicht ist das ein Angebot, und normalerweise darf man dafür nichts berechnen. Aber bei Ärzten ist vieles anders.
    Noch allgemeiner gefragt: darf ein Arzt für einen HKP überhaupt etwas verlangen?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    VG Trudi

    • Antwort einer dentolo-Zahnärztin

      Sehr geehrte Frau Schnork,

      die Position GOZ/GOÄ 0040 bezeichnet einen zahnärztlichen Heil- und Kostenplan. Diese Position ist immer dann berechnungsfähig, wenn ein Heil- und Kostenplan gestellt wird. Deshalb wird diese Position für gewöhnlich je Plan berechnet. Somit sollte die Position für den Plan stehen, in dem sie aufgeführt ist. Laut einem Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe (2013) ist das „Verlangen des Zahlungspflichtigen (…) nicht Berechnungsvorraussetzung, der Heil- und Kostenplan ist schriftlich niederzulegen, dem zahlungspflichtigen sollte eine Ausfertigung ausgehändigt werden“ (Stellungnahme der Bundeszahnärztekammer 2013). Demnach ist die Position berechnungsfähig, auch wenn Sie die Behandlung nicht durchführen lassen wollen. Der Arzt darf bei Privatversicherten eine Position für das Erstellen eines HKPs verlangen. Wenn Sie mit der Beratung unzufrieden sind, wenden Sie sich doch an den Arzt, vielleicht erlässt er Ihnen diese Gebühr kulanterweise. Ein offenes Gespräch kann viele Unstimmigkeiten klären.

      Viele Grüße, Ihr dentolo Team-Zahnärztin

    • Hallo,
      Ende Dezember 2019 erhielt ich von zwei verschiedenen Ärzten einen Heil und Kostenvorschlag. Dann habe ich mich für eine entschieden und im Februar 2020 eine an die AOK geschickt, und am 18. Februar 2020 habe ich die HKP von der AOK unterschreiben lassen. In der Zwischenzeit habe ich für doppelfestzuschuss beantragt, der von der AOK akzeptiert wird.

      Dann beginnt meine Behandlung und der 8. Juli 2020 war der letzte Tag.

      HKP ist innerhalb von 6 Monaten gültig. Mein Arzt sagte, weil AOK am 18.02.2020 unterschrieben hat, haben wir dies im Rahmen des Plans getan. Ich habe den Betrag für Versicherte bezahlt und mir wurde gesagt, ich muss nichts mehr machen.

      Aber letzte Freitag habe ich in meinen Briefkasten einen Brief von Zahnarzt gefunden, der sagt „bitte überweisen Sie die Öffene Betrag“. Es ist der Teil von AOK, der Doppelfestzuschuss!

      Was soll ich machen?

      • Antwort einer dentolo-Zahnärztin

        Hallo Sezin, wurde auf dem Heil- und Kostenplan vermerkt, dass bei Ihnen die Härtefallregelung greift? Bitte wenden Sie sich mit der Rechnung an Ihre Krankenkasse. Wenn Ihnen der doppelte Festzuschuss zugesagt wurde, wird die Krankenkasse den offenen Betrag übernehmen, sofern es sich um die genehmigte Summe handelt. Informieren Sie bitte außerdem Ihren Zahnarzt, dass Sie sich um die Angelegenheit kümmern, damit er sich nicht wundert, falls die Zahlung eventuell etwas verspätet bei ihm eintrifft. Viele Grüße, Ihr dentolo-Team.

  6. Hallo,
    habe heute den Heil- und Kostenplan für den 1. Behandlungsabschnitt von meinem Zahnarzt per Post erhalten (hat 4 Wochen gedauert). Ich benötige Vollprothesen im OK und UK. Anliegend war eine Vereinbarung über eine Abschlagszahlung vor Behandlungsbeginn für den 1. Behandlungsabschnitt für provisorischen Zahnersatz. Ich kann aus diesem Kostenplan in keinster Weise die Kosten ersehen, die der endgültige Zahnersatz dann kosten wird. Ist es gängige Praxis, dass ein Heil- und Kostenplan nur für Teilabschnitte erstellt wird?
    Ich bin da leicht irritiert.

    • Hallo Frau Wenge,
      viele Behandler stellen meistens nur den Heil- und Kostenplan für die temporäre Versorgung aus, da sie den Heilungsprozess abwarten möchten und dann erst eine endgültige Zahnersatzversorgung planen. Dies ist immer zu Gunsten des Patienten, damit es nicht nochmals zu einer Änderung der Behandlungsplanung kommt. Natürlich gibt es auch Behandlungsplanungen, welche von Beginn bis Ende geplant und auch im Heil- und Kostenplan festgehalten werden.
      Was Sie mit Abschlagszahlungen meinen, kann ich mir gerade nicht erklären. Es besteht die Möglichkeit, dass Zahnärzte vor Behandlungsbeginn eine Anzahlung in Höhe der Laborkosten einfordern. Was ich mir für eine Interimsversorgung jedoch nicht vorstellen kann. Trauen Sie sich und fragen Sie bei der zuständigen Kollegin nach, welche diese Pläne aufstellt und sicher erklärt Sie Ihnen weshalb die Planung so aufgestellt wurde, wie sie jetzt ist.
      Wir hoffen wir konnten Ihnen weiterhelfen,
      viele Grüße vom dentolo Team

  7. Hallo, die komplette Behandlung ist daneben gegangen, Nachbesserungen waren erfolglos, außerdem wurde der Zahnersatz im Frontbereich nicht aus Glaskeramik (ILSe.max) -wie es vereinbart war- , sondern aus Zirkonoxid hergestellt. Meine Bitte um eine in seinen Augen vernünftige
    Lösung vermag der Dr. nicht zu beantworten. Ich habe den Behandlungsvertrag gekündigt und bat um die Herausgabe meines (rosafarbenen)
    HKP 1, den ich nicht unterschrieben habe und wollte zurück zu meiner Krankenkasse gehen, um den Behandler wechseln zu können. Der Dr. will aber abrechnen, obwohl er mir noch keinen Zahnersatz in den Mund eingegliedert hat. Die zweite Seite des HKP habe ich unterschrieben. Wäre dies eine Privatrechnung ? Meine Kasse reagiert auch nicht. Mein Zustand im Mund ist unerträglich… Was soll ich tun ?

    • Hallo Lilian,
      leider können wir Ihnen an dieser Stelle nicht weiterhelfen. Jedoch steht Ihnen die Zahnärztekammer Ihres Bundesland unterstützend zur Seite. Lassen Sie sich bitte zur Patientenberatung in der Zahnärztekammer durchstellen und die Kollegen erklären Ihnen, wie Sie sich verhalten sollen und welche Möglichkeiten Sie haben.
      Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Klärung und alles Gute,
      Ihr dentolo Team

  8. Hallo,
    wenn die Behandlung mit genehmigtem Heil-und Kostenplan beim Zahnarzt 1 abgebrochen
    und bezahlt wird und der Rest der Behandlung bei einem anderen Zahnarzt 2 beendet und bezahlt wird,
    wie ist da das korrekte Vorgehen ?

    Vielen Dank im Voraus

    • Hallo Herr Mattner,
      grundsätzlich kann man auch während der laufenden Behandlung den Zahnarzt wechseln, wenn Sie zum Beispiel das Vertrauen in Ihren behandelnden Zahnarzt verloren gegangen ist. Sollte der Zahnarzt 1 eine Behandlung nicht durchführen können, zum Beispiel das Setzen eines Implantates, kann diesen Teil ein Kieferchirurg übernehmen und die weitere Behandlung erfolgt dann wieder bei Zahnarzt 1.
      Wenn die Krankenkasse involviert ist, da der Festzuschüsse für die Behandlung bewilligt wurde, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse. Hier muss geklärt werden, wie abgerechnet werden kann, damit Sie keine eventuellen privaten Kosten übernehmen müssen.

      Wir hoffen die Antwort hilft Ihnen bei der richtigen Vorgehensweise.
      Viele Grüße,
      Ihr dentolo Team

  9. Hallo!
    Wenn ich den HKP bei der Krankenkasse eingereicht habe, wann muss ich die Kopie des HKP an meine Zahnzusatzversicherung senden?

    • Hallo Frau Czwink,
      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Um eine korrekte Erstattungsberechnung vorzunehmen, benötigt Ihre Zahnzusatzversicherung den Festzuschuss. Diesen setzt Ihre gesetzliche Krankenkasse fest und daher sollten Sie den genehmigten Heil- und Kostenplan an Ihre Versicherung schicken.
      Auf dem Anhang Ihres Heil- und Kostenplan ist ein vorläufiger Festzuschuss von Ihrem behandelnden Zahnarzt festgelegt, aber wie schon erwähnt, ist dieser vorläufig und muss daher der Krankenkasse vorgelegt werden.

      Viele Grüße und alles Gute für Ihre Behandlung,
      Ihr dentolo Team

  10. Hallo. Ich habe einen genehmigten Heil und Kostenplan. Die Behandlung ist bereits abgeschlossen. Nun habe ich den Heil und kostenplan fälschlicherweise an meine Zusatversicherung geschickt. Diese hat ihn eingescannt und vernichtet. Nun bräuchte ich aber das Original zurück um es bei meiner Krankenkasse vorzulegen. Was kann ich jetzt tun um meinen Zuschuss geltend zu machen. Ohne das Original möchte die Krankenkasse nichts auszahlen. Viele Grüße

    • Hallo Herr Birro,
      bitte lassen Sie sich von Ihrer Zahnzusatzversicherung bestätigen, dass diese das Original versehentlich vernichtet hat. Danach werden Sie bitte nochmals bei Ihrem Behandler/Zahnarzt vorstellig und lassen sich das Duplikat ausstellen.
      Diese zwei Dokumente senden Sie dann an Ihre gesetzlichen Krankenkasse mit der Bitte um nochmalige Bewilligung. Dies machen die Krankenkasse eigentlich ohne Probleme. Und für die Zukunft keine Originale mehr einsenden. 🙂
      Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
      Ihr dentolo Team

    • Hallo Herr Huenies,
      auch mit einem Heil- und Kostenpplan (HKP) kann mann den Zahnarzt wechseln.
      Wenn Sie den HKP erhalten haben, aber diesen noch nicht bei der Krankenkasse eingereicht haben, können Sie sich einfach einen neuen Zahnarzt suchen und dann den neuen HKP bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

      Wenn der HKP schon bei der Krankenkasse registriert ist, kann es bisschen aufwendiger werden.
      Es liegt in Ihrer Sorgfaltspflicht, dass die Krankenkasse nur den gültigen HKP hat. Ein eventuell schon eingereichter HKP kann und sollte dann storniert werden. Dazu brauchen Sie aber in jedem Fall das rosafarbene Original. Sollte dies nicht mehr vorliegen, müssten Sie es sich noch einmal vom Zahnarzt ausstellen lassen, den Sie verlassen möchten.
      Sie müssen aber auf keinen Fall bei einem Zahnarzt bleiben, wenn Sie sich nicht wohlfühlen und Sie unzufrieden sind.
      Wir wünschen Ihnen viel Erfolg,
      Ihr dentolo Team

  11. Hallo, ich habe einen Behandlungsplan und bereits die anteilige zusage der KK. Möchte jetzt einen Gegenangebot.
    Wo schicke ich den Plan hin;

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