Mit Lachgas bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt entspannt durch die Behandlung
Vor allem für Angstpatientinnen und -patienten sind Zahnarztbesuche belastend. Doch auch ohne Zahnarzt-Angst wünscht man sich eine angstfreie & entspannte zahnärztliche Behandlung. Erfahren Sie hier alles über Lachgassedierung als örtliche Betäubung, Kosten & für wen Lachgas in Frage kommt.
Inhaltsverzeichnis
Lachgas: Was ist das eigentlich?
Lachgas zählt zu den Treibhausgasen und wird in Fachkreisen Distickstoffmonoxid genannt. Das Gas gilt als reaktionsträge und ist schwerer als Luft. Für Patientinnen und Patienten ist es geschmacklos, farblos und geruchsfrei.
Bei der Behandlung hat Lachgas eine schmerzstillende und schwach narkotische Wirkung. Dabei hat es wenige Nebenwirkungen und kann durch die Ärztin oder den Arzt gut gesteuert werden.
So wirkt Lachgas bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt
Lachgas hat eine entspannende Wirkung. Außerdem verändert sich das Zeitgefühl, die Aufmerksamkeit wird gesteigert und manche Patientinnen und Patienten verspüren eine euphorische Wirkung. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Patientinnen und Patienten unter Lachgas im Gegensatz zu einer Vollnarkose bei Bewusstsein bleiben. Sie können auf die Anweisungen der Zahnärztin bzw. des Zahnarztes reagieren und mit ihm kommunizieren.
Ablauf der Behandlung mit Lachgas bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt
Eine Sedierung mit Lachgas bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt ist sehr unkompliziert.
- Aussuchen der passenden Maske: Zuerst wird die passende Nasenmaske ausgesucht. Diese gibt es für Kinder und Erwachsene mit unterschiedlichen Gerüchen.
- Aufnahme und Wirkung des Lachgases: Über die Nasenmaske atmet die Patientin bzw. der Patient zuerst 100% Sauerstoff, bevor dann langsam Gas beigemischt wird. So atmet die Patientin oder der Patient das geruchlose Gas ein, was über die Lunge aufgenommen wird und nach 3 bis 5 Minuten im zentralen Nervensystem wirken kann.
- Örtliche Betäubung und Behandlung: Wenn die zahnärztliche Sedierung wirkt, erfolgt die örtliche Betäubung. Sobald diese örtliche Betäubung wirkt, kann die Behandlung beginnen.
- Abklingen der Wirkung: Nach der Behandlung erhalten Patientinnen und Patienten wieder 100% Sauerstoff über die Nasenmaske. Dadurch klingt die Wirkung der Lachgas-Behandlung nach spätestens 15 Minuten ab und die Patientin oder der Patient kann die Praxis verlassen.
Vorteile einer Lachgas-Sedierung:
- Die Sedierung mit Lachgas ist für Kinder und Erwachsene geeignet
- Eine Behandlung mit Lachgas ist eine sichere Methode und hat sehr wenige Risiken
- Patientinnen und Patienten haben ein angenehmes Gefühl und sind bei vollem Bewusstsein
- In der Praxis möglich
- Keine Begleitpersonen erforderlich
- Lachgas ist vergleichsweise kostengünstig
Risiken und Nebenwirkungen von Lachgas
Wie jedes andere Verfahren hat auch Lachgas Risiken und Nebenwirkungen. Diese sind im Vergleich zu einer Vollnarkose zwar sehr gering, müssen aber trotzdem bedacht werden:
- Personen mit gestörter Nasenatmung oder akuten Atemwegsinfektionen sollten nicht unter Lachgas behandelt werden.
- Die Lachgassedierung ist nicht für Menschen mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen, wie Asthma oder COPD, geeignet.
- Auch bei einer Mittelohrentzündung, bei hyperaktiven Kindern oder bei Schwangeren und bei Frauen mit Kinderwunsch ist Lachgas nicht als Sedierung geeignet.
Vor einer Lachgasbehandlung sollte Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt alle Risiken mit Ihnen absprechen, um Komplikationen während oder nach der Sedierung zu vermeiden.
Welche Patientinnen und Patienten können vom Lachgas bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt profitieren?
Eine Lachgassedierung kommt vor allem für Angstpatientinnen und -patienten, für Kinder, aber auch für Menschen mit starkem Würgereiz in Frage.
Sie können aber auch von einer Lachgassedierung profitieren, wenn Sie vor Eingriffen bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt sehr nervös sind oder unter einer Zahnarztphobie leiden. Das Lachgas nimmt die Angst und hat eine beruhigende Wirkung, sodass auch Angstpatientinnen und -patienten sowie Personen mit starkem Würgereiz der Behandlung entspannt entgegensehen können.
Unsere Tipps gegen die Angst vor der Zahnärztin oder vorm Zahnarzt
Wie viel kostet eine Lachgas-Sedierung bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt?
Bei einer Lachgasbehandlung ist kein Anästhesist notwendig. Eine geschulte Zahnärztin oder ein geschulter Zahnarzt kann die Behandlung selbst durchführen. Deshalb ist diese Sedierung deutlich günstiger als eine Vollnarkose: Eine Stunde Lachgas kann zwischen 100€ und 180€ kosten. Die erste halbe Stunde erzeugt Kosten zwischen 80€ und 100€. Jede weitere halbe Stunde ist günstiger (50€ bis 60€).
Sollten Sie also eine Behandlung unter Lachgas wünschen, lassen Sie sich in jedem Fall einen Heil- und Kostenplan erstellen.
Wird die Sedierung mit Lachgas bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt von der Krankenkasse übernommen?
In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Lachgassedierung nicht.
Auch bei Kindern oder Patientinnen und Patienten mit Zahnarztphobie ist Lachgas kein Bestandteil des Leistungskataloges der Krankenkassen. Somit müssen Sie die Kosten für eine Lachgassedierung immer selbst bezahlen.
Erfahren Sie hier, welche Kosten die gesetzliche Krankenkasse übernimmt.
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Häufige Patientenfrage
Was ist die Wirkung von Lachgas?
Lachgas wirkt in erste Linie entspannend. Ängste werden gelindert und der Würgereiz wird unterdrückt. Zusätzlich nimmt die Schmerzempfindlichkeit ab und das Zeitgefühl wird verändert. Trotzdem sind Patientinnen und Patienten unter Lachgas während der gesamten Behandlung ansprechbar.
Ist Lachgas gefährlich?
Bei der Zahnärztin bzw. beim Zahnarzt wird ein Lachgas-Gemisch verwendet und der Zustand der Patientin bzw. des Patienten wird kontinuierlich überprüft. Unter ärztlicher Kontrolle ist eine Behandlung mit Lachgas für gesunde Patientinnen und Patienten mit wenigen Risiken behaftet.
Die unkontrollierte Inhalation von Lachgas kann allerdings zu einem lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel führen.