Die örtliche Betäubung betäubt die Schmerzen während einer zahnärztlichen Behandlung

Örtliche Betäubung – Schmerzfrei durch Ihre Zahnbehandlung

Die örtliche Betäubung (zahnärztliche Lokalanästhesie) dient der lokalen Ausschaltung der Schmerzempfindung im Zahn-, Mund-, Kieferbereich. Durch sie können notwendige Behandlungen, wie das Ziehen von Weisheitszähnen oder eine Implantatsetzung schmerz- und angstfrei durchgeführt werden. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Formen der örtlichen Betäubung es gibt und worin sie sich unterscheiden.

Örtliche Betäubung: Drei verschiedene Arten

Grundsätzlich gibt es drei verschiedenen Arten der örtlichen Betäubung: Die Infiltrationsanästhesie, die Leitungsanästhesie und Oberflächenanästhesie.

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Infiltrationsanästhesie

Die Infiltrationsanästhesie dient der lokalen Schmerzausschaltung einzelner Zähne. Sie wird nur im Oberkiefer angewendet, da sie für die Unterkieferzähne nicht geeignet ist. Das Narkosemittel wird im Operationsgebiet direkt in das Gewebe injiziert, sodass nur die zu behandelnde Stelle im Mundraum betäubt wird. Das Bewusstsein des Patienten wird beibehalten, das Schmerzempfinden und Bewusstsein der betroffenen Stelle hingegen unterbunden.

Ablauf der Infiltrationsanästhesie

Sobald das Narkosemittel gespritzt wurde, beträgt die Wirkungsdauer durchschnittlich 30 bis 60 Minuten. In dieser Zeit verteilt sich der Wirkstoff des Betäubungsmittel zwischen den einzelnen Gewebsspalten und geht dann in die Nervenfasern über. In diesem Bereich setzt die Wirkung des Mittels ein. Im Anschluss kann Ihr Zahnarzt mit der Behandlung beginnen.

Leitungsanästhesie

Die Leitungsanästhesie wird überwiegend im Unterkiefer eingesetzt. Sie wird genutzt, um größere Bereiche des Gewebes zu betäuben, ohne dass eine Vollnarkose notwendig ist. Hierbei werden vor allem ganze Nervenbündel betäubt.

Ablauf der Leitungsanästhesie

Im Falle einer Leitungsanästhesie wird die gesamte Nervenleitungsbahn betäubt. Dadurch kann ein Taubheitsgefühl in der Unterlippe und der Zungenpartie entstehen. Sobald das Narkosemittel gespritzt wurde, beträgt die Wirkungsdauer durchschnittlich ein bis vier Stunden, bevor Ihr Zahnarzt mit der Behandlung beginnen kann.

Oberflächenanästhesie

Die Oberflächenanästhesie ist eine der am häufigsten angewendeten Betäubungsmethoden.

Meistens kommt sie in Form eines Sprays zum Einsatz und wird direkt auf Haut oder Schleimhaut angewendet. Sie dient dazu, den Einstichschmerz der nachfolgenden Betäubungsspritze zu verhindern. Diese Form der Betäubung dient somit als Ergänzung zu den bereits aufgeführten Betäubungsmethoden. Sie kommt vor allem zum Einsatz bei schmerzempfindlichen Patienten und Kindern, um jegliche Angst und Schmerz zu verhindern.

Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten der örtlichen Betäubung

Wie bei allen zahnmedizinischen Behandlungen kann es auch bei der örtlichen Betäubung zu Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten kommen.

Durch die Betäubung kann es z.B. dazu kommen, dass eine eingeschränkte Beweglichkeit der Mundpartie auftritt. Außerdem kann im Ausnahmefall eine Nervschädigung eintreten, allerdings nur vorübergehend. Nach der Betäubung und Behandlung ist zudem Ihre Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt, da Reaktions- und Konzentrationsfähigkeiten geschwächt sind. Es ist daher empfehlenswert, nach Ihrer Behandlung einen Ruhetag einzulegen, damit sich Ihr Körper wieder regenerieren kann.

Sie erhalten in der Vorbesprechung Ihrer Behandlung weitreichende Informationen und Hinweise von Ihrem Zahnarzt und können sich bei Fragen jederzeit an Ihn wenden.

Betreuung durch Ihren Zahnarzt während der örtlichen Betäubung

Während der gesamten Behandlungsphase werden Sie von Ihrem behandelnden Zahnarzt betreut, sodass die Behandlung sorgenfrei ablaufen kann. Auch nach Ihrer Behandlung steht Ihnen Ihr Zahnarzt bei Fragen zur Seite. Neben den örtlichen Betäubungsmethoden haben Sie die Möglichkeit zu einer Vollnarkose.

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