Ein Mann lächelt und zeigt dabei seine Zähne, wobei eine kleine Zahnlücke zu sehen ist.

Zahnlücke schließen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Eine Zahnlücke lässt sich auf verschiedenen Wegen schließen, vom schnellen Aufbau mit Kunststoff über Veneers bis zur Zahnspange oder zum Zahnersatz bei fehlenden Zähnen. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, was sie kosten und wie lange das Schließen der Zahnlücke dauert.

Inhaltsverzeichnis

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Alle dentolo-Inhalte werden von Zahnmediziner:innen verfasst und geprüft.

Das Wichtigste zum Thema Zahnlücke schließen in Kürze

  • Ursachen: Eine Zahnlücke entsteht entweder durch einen fehlenden Zahn oder als natürlicher Zwischenraum zwischen vorhandenen Zähnen, etwa beim Diastema zwischen den Schneidezähnen.
  • Möglichkeiten: Je nach Ursache und Größe lässt sich die Lücke mit Komposit , Veneers, einer Zahnspange oder mit Zahnersatz wie einer Brücke oder einem Implantat schließen.
  • Selbst behandeln: Von Gummibändern oder Sets aus dem Internet ist dringend abzuraten, denn sie können zu Zahnverlust führen. Das Schließen einer Zahnlücke gehört in zahnärztliche Hände.
  • Zahnschutz mit dentolo: Geht es um Zahnersatz oder medizinisch notwendige Kieferorthopädie, kann eine Zahnzusatzversicherung den Eigenanteil senken. Die dentolo Zahnzusatztarife erstatten diese Leistungen je nach Tarif bis zu 100 %.

Was ist eine Zahnlücke und wie entsteht sie?

Als Zahnlücke bezeichnet man einen sichtbaren Zwischenraum zwischen 2 Zähnen. Sie kann durch einen fehlenden Zahn entstehen oder als natürlicher Spalt zwischen vorhandenen Zähnen. Das bekannteste Beispiel ist das Diastema, also eine natürliche Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen.

Eine Zahnlücke kann also angeboren sein oder sich erst im Lauf des Lebens bilden. Die häufigsten Ursachen im Überblick:

  • Fehlender Zahn: etwa nach einem Unfall, durch Karies oder eine Zahnentfernung
  • Echtes Diastema: erblich bedingt, meist durch ein tief ansetzendes Lippenbändchen zwischen den Schneidezähnen
  • Unechtes Diastema: fehlende oder verkümmerte seitliche Schneidezähne
  • Missverhältnis von Zähnen und Kiefer: ein zu großer Zahnbogen oder zu klein angelegte Zähne, seltener ein überzähliger Zahn
  • Wechselgebiss bei Kindern: ein normaler Spalt während des Zahnwechsels, der sich nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne oft von selbst schließt
  • Veränderungen im Erwachsenenalter: ein verlorener Zahn, eine Zahnfleischerkrankung mit Knochenabbau oder wandernde Zähne im Kiefer

Wie sich ein Diastema oder eine andere Zahnlücke schließen lässt, hängt von der Ursache ab, weshalb am Anfang immer die Diagnose bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt gestellt werden muss.

Muss man eine Zahnlücke schließen?

Nicht jede Lücke muss geschlossen werden. Ein kleiner Spalt zwischen den Frontzähnen ohne Beschwerden ist vor allem eine ästhetische Frage, hier entscheiden allein Ihr Wunsch und Ihr Empfinden. Manche Menschen entscheiden sich bewusst dafür, eine Zahnlücke nicht zu schließen und leben ein Leben lang ohne Probleme damit.

Fehlt dagegen ein Zahn ganz, sollten Sie die Lücke in der Regel schließen lassen, damit die Nachbarzähne nicht in den freien Raum kippen. Außerdem kann der gegenüberliegende Zahn herauswachsen, was auf Dauer den Biss stört und die Reinigung erschwert. Auch wenn eine Fehlstellung das Kauen oder Sprechen beeinträchtigt, ist eine Behandlung sinnvoll. Grundsätzlich kann man fast jede Zahnlücke schließen lassen, ob im Einzelfall nötig oder nicht, klären Sie am besten mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Zahnlücke zu schließen?

Ein Mann setzt sich eine transparente Zahnschiene über die oberen Zähne.

Für das Schließen einer Zahnlücke gibt es heute mehrere Methoden. Welche davon passt, hängt von der Ursache, der Größe der Lücke und ihrer Lage ab. Für kleine Lücken zwischen den Schneidezähnen reichen oft schnelle und schonende Verfahren, bei einem fehlenden Zahn ist dagegen Zahnersatz nötig. Wie Sie Ihre Zahnlücke schließen lassen, entscheiden Sie gemeinsam mit der Praxis. Die folgenden Optionen kommen am häufigsten zum Einsatz.

Zahnlücke schließen mit Kunststoff

Bei Komposit-Veneers trägt die Zahnärztin oder der Zahnarzt zahnfarbenen Komposit-Kunststoff direkt auf den Zahn auf und verbreitert ihn, bis die Lücke verschwindet. Diese Methode ist besonders schonend, weil meist nichts abgeschliffen werden muss, und sie ist häufig in einer einzigen Sitzung erledigt. Damit eignet sie sich gut, um eine kleine Zahnlücke zu schließen. Der Kunststoff ist allerdings weicher als Keramik, kann sich mit der Zeit verfärben und hält nicht so lange, sodass er irgendwann erneuert werden muss.

Veneers für die Frontzähne

An den Frontzähnen lässt sich eine Zahnlücke auch mit Veneers schließen. Das sind dünne Verblendschalen, die auf die Vorderseite der Zähne geklebt werden. Für Keramik-Veneers wird in der Regel eine hauchdünne Schmelzschicht abgetragen, der Eingriff ist dadurch zwar minimalinvasiv, aber nicht umkehrbar. Veneers korrigieren neben Lücken auch leichte Fehlstellungen und Verfärbungen und halten bei guter Pflege viele Jahre. Eine kostengünstigere Alternative sind direkt modellierte Komposit-Veneers.

Zahnspange und Aligner

Soll die Lücke geschlossen werden, ohne die Zähne zu verändern, lassen sich die Zähne kieferorthopädisch zusammenschieben. Möglich ist das mit einer festen Zahnspange oder mit durchsichtigen Zahnschienen (Aligner). Aligner sind nahezu unsichtbar und herausnehmbar, eignen sich aber vor allem für leichte bis mittelschwere Fehlstellungen. Eine große Zahnlücke schließt man dagegen oft zuverlässiger mit einer festen Spange. Wer eine Zahnlücke kieferorthopädisch richten lassen möchte, sollte mit einer längeren Behandlungszeit rechnen. Damit lässt sich eine Zahnlücke an Seitenzähnen und Schneidezähnen zuverlässig schließen.

Brücke oder Implantat bei einem fehlenden Zahn

Ist die Lücke durch einen fehlenden Zahn entstanden, sorgt Zahnersatz für Abhilfe. Bei einer Brücke werden die beiden Nachbarzähne beschliffen und überkront, das Brückenglied füllt die Lücke. Der Nachteil ist, dass dafür gesunde Zahnsubstanz verloren geht. Ein Zahnimplantat ersetzt dagegen die Zahnwurzel durch einen Stift im Kieferknochen und schont die Nachbarzähne. Es ist aber ein chirurgischer Eingriff mit einer mehrmonatigen Einheilzeit notwendig. Beide Lösungen halten viele Jahre bei guter Pflege.

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Die Kosten der Methoden gehen weit auseinander. Geht es um Zahnersatz oder eine medizinisch notwendige Kieferorthopädie, kann eine Zahnzusatzversicherung einen großen Teil davon übernehmen. Über dentolo finden Sie Tarife mit bis zu 100 % Erstattung für solche Leistungen – und das ohne Wartezeit ab Tag 1.

Kann man eine Zahnlücke selbst schließen?

Im Internet kursiert die Idee, man könne eine Zahnlücke selbst schließen, etwa mit Gummibändern oder mit Kunststoff-Sets zum Selbermachen. Davon ist dringend abzuraten. Wer versucht, eine Zahnlücke an den Schneidezähnen selbst zu schließen, riskiert ernste Schäden bis hin zum Zahnverlust.

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Sogenannte „Zahnlücken-Bänder” legen sich beim Schließen oft unbemerkt unter den Zahnfleischrand und wandern um die Zahnwurzel. Die amerikanische Fachgesellschaft für Kieferorthopädie dokumentierte einen Fall, in dem ein Kind nach dem Einsatz eines Gummibands beide Schneidezähne verlor, weil mehr als 75 % des stützenden Knochens zerstört wurden. Auch Kunststoff-Sets aus dem Internet können Zahnschmelz, Zahnfleisch und die Passform des Bisses dauerhaft schädigen. Überlassen Sie das Schließen einer Zahnlücke deshalb immer der Zahnärztin oder dem Zahnarzt.

Wie viel kostet es, eine Zahnlücke zu schließen?

Was das Schließen einer Zahnlücke kostet, richtet sich nach der Methode, der Zahl der betroffenen Zähne und dem Aufwand. Die folgende Übersicht zeigt typische Spannen und informiert darüber, wer die Kosten trägt. Es handelt sich um Richtwerte, der genaue Preis ergibt sich erst aus dem Befund und dem Heil- und Kostenplan.

MethodeUngefähre KostenWer zahlt?
Bonding/Komposit
(kleine Lücke)
ca. 100-400 € pro
Zahn
meist Selbstzahler
(ästhetisch)
Veneers aus Keramikca. 700-1.500 € pro
Zahn
Selbstzahler
(ästhetisch)
Zahnspange/Aligner
(Erwachsene)
ca. 2.000-6.000 €meist Selbstzahler
Brücke
(Regelversorgung)
ab ca. 1.000 € je
Brücke
Festzuschuss der
Kasse, Rest privat
Implantat inkl.
Krone
ca. 1.500-3.500 €
pro Zahn
Festzuschuss für den
Zahnersatz, Rest
privat

Eine rein ästhetische Korrektur, etwa das Schließen eines Diastemas mit Veneers oder Kunststoff, zahlt die gesetzliche Krankenkasse nicht. Bei einem fehlenden Zahn gibt es dagegen einen befundbezogenen Festzuschuss von 60 % der Regelversorgung, mit lückenlos geführtem Bonusheft 70 % nach 5 und 75 % nach 10 Jahren. Ab 2027 sinken diese Zuschüsse auf 50, 60 und 65 %. Den Rest sowie höherwertige Lösungen wie ein Implantat tragen Sie selbst.

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Genau diese Eigenanteile kann eine Zahnzusatzversicherung auffangen. Über dentolo erhältliche Tarife erstatten zahnersetzende Leistungen wie Brücke oder Implantat je nach Tarif bis zu 90 % (Komfort) beziehungsweise bis zu 100 % (Premium und Premium Plus). Auch medizinisch notwendige Kieferorthopädie ist in den Tarifen Premium und Premium Plus bis zu 100 % abgedeckt. Da der dentolo Zahnschutz ohne Wartezeit ab Tag 1 leistet, lohnt sich der frühe Abschluss, solange die Behandlung noch nicht angeraten oder begonnen ist.
Die dentolo Zahnzusatztarife im Überblick

Unser Rundum-Schutz enthält außerdem:

Wie lange dauert es, eine Zahnlücke zu schließen?

Wie lange das Schließen einer Zahnlücke dauert, hängt stark von der gewählten Methode ab. Während ein Aufbau mit Kunststoff in einer Sitzung erledigt ist, zieht sich eine kieferorthopädische Behandlung über Monate. Die folgenden Werte geben eine grobe Orientierung:

  • Veneers mit Komposit: meist eine Sitzung von rund 30 bis 60 Minuten pro Zahn
  • Veneers: in der Regel 2 bis 3 Termine über 1 bis 3 Wochen, da die Schalen im Labor gefertigt werden
  • Aligner: eine kleine Frontzahnlücke ab etwa 4 Monaten, größere Korrekturen bis zu 2 Jahre
  • Feste Zahnspange: je nach Fehlstellung rund 6 Monate bis 2 Jahre
  • Brücke: etwa 1 bis 3 Wochen, danach ist sie sofort voll belastbar
  • Implantat: 3 bis 6 Monate Einheilzeit, insgesamt meist 4 bis 8 Monate, mit Knochenaufbau länger

Für die Zeit der Behandlung lässt sich eine sichtbare Lücke bei Bedarf mit einem Provisorium überbrücken, sodass Sie nicht mit einer sichtbaren Lücke leben müssen.

Fazit: Für jede Zahnlücke gibt es die passende Methode

Eine Frau lächelt sich im Spiegel an.

Eine Zahnlücke lässt sich heute gut schließen, von einem kleinen Aufbau mit Kunststoff über Veneers und Zahnspange bis zu Brücke und Implantat bei einem fehlenden Zahn. Welche Methode die richtige ist, hängt von der Ursache, der Größe und Ihren Wünschen ab. Wichtig ist, die Ursache zunächst zahnärztlich abklären zu lassen und auf Selbstbehandlungen zu verzichten.

Gerade Zahnersatz oder eine medizinisch notwendige Korrektur kann schnell ins Geld gehen. Damit der Eigenanteil dann nicht zur Belastung wird, übernimmt der dentolo Zahnschutz je nach Tarif einen Großteil der Kosten und leistet ohne Wartezeit ab Tag 1. So können Sie sich für ein gesundes, vollständiges Lächeln entscheiden, ohne dass die Kosten im Vordergrund stehen.

Sie haben noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

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Häufige Fragen zum Thema Zahnlücke schließen

Zahlt die Zahnzusatzver­sicherung das Schließen einer Zahnlücke?

Das hängt vom Grund ab. Rein ästhetische Korrekturen wie z. B. mit Veneers sind in der Regel nicht versichert. Geht es dagegen um Zahnersatz bei einem fehlenden Zahn oder um medizinisch notwendige Kieferorthopädie (bis zum 18. Lebensjahr), beteiligen sich viele Tarife. Die über dentolo erhältlichen Zahnzusatztarife erstatten solche Leistungen je nach Tarif bis zu 100 %, sofern die Behandlung bei Abschluss noch nicht angeraten war.

Wächst eine Zahnlücke von allein wieder zu?

Bei Kindern in der Regel ja, bei Erwachsenen nein. Im Wechselgebiss schließt sich eine Lücke häufig von selbst, wenn die seitlichen Schneidezähne und Eckzähne durchbrechen. Bei Erwachsenen schließt sich eine bestehende Zahnlücke dagegen nicht mehr von allein, hier hilft nur eine zahnärztliche Behandlung.

Lässt sich eine Zahnlücke unten genauso schließen wie oben?

Grundsätzlich ja. Dieselben Methoden wie Bonding, Veneers, Zahnspange, Brücke oder Implantat kommen im Ober- und Unterkiefer zum Einsatz. Eine Zahnlücke unten ist allerdings seltener und fällt optisch weniger auf, weil die unteren Schneidezähne kleiner sind. Welche Lösung passt, klärt die Zahnärztin oder der Zahnarzt anhand der Lage und der Ursache.

Kann man eine Zahnlücke auch als Erwachsener noch schließen lassen?

Ja, eine Zahnlücke lässt sich in jedem Alter schließen. Auch Erwachsene können ihre Zähne mit einer Zahnspange oder mit Alignern bewegen lassen, die Behandlung dauert nur oft etwas länger als bei Jugendlichen. Bei einem fehlenden Zahn ist Zahnersatz altersunabhängig möglich.

Quellenangabe:

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