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4 Tipps gegen Mundgeruch: So werden Sie ihn endgültig los

Viele Menschen sind von Mundgeruch betroffen, sind sich darüber aber nicht bewusst. Dennoch ist dieses Problem häufig verbreitet und kann zu unangenehmen Situationen und Schamgefühl führen. Erfahren Sie hier, welche Ursachen Mundgeruch hat und wie Sie ihn in 4 Tipps wieder loswerden.

Tabuthema Mundgeruch

In der Regel bemerken die Betroffenen das Problem nicht selbst, sondern ihre Mitmenschen. Für die meisten Menschen ist Mundgeruch (Fachbegriff: Halitosis) sehr unangenehm und gilt als Tabuthema. Wichtig ist aber, seine Mitmenschen freundlich auf das Problem aufmerksam zu machen, da es ernstzunehmende Ursachen und Folgen haben kann.

Mundgeruch: Die häufigsten Ursachen

Mundgeruch durch unzureichende Mundhygiene

Eine der häufigsten Ursachen ist die mangelnde Mundhygiene. Achten Sie deshalb darauf, sich regelmäßig die Zähne zu putzen und zusätzlich Zahnseide und eine Mundspülung zu verwenden. Es gibt Zahnflächen, die bei der regelmäßigen Zahnpflege nicht erreicht werden. Dort können sich mit der Zeit bakterielle Beläge anstauen. Daher ist es neben der täglichen Zahnpflege wichtig, dass Sie alle 6 Monate eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen lassen.

Mundgeruch als Hinweis auf Zahnkrankheiten

Mundgeruch kann darüber hinaus auch ein Anzeichen von Zahnkrankheiten wie Karies, Parodontose oder Zahnfleischentzündungen sein. Daher sollten Sie regelmäßige Kontrollbesuche bei Ihrem Zahnarzt durchführen lassen, damit Zahnerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Weitere Ursachen für Mundgeruch:

  • Auch Stress gilt als Risikofaktor für Mundgeruch: Psychische Belastungen schwächen nicht nur unser Immunsystem, sondern beeinflussen auch die Zahngesundheit und infolgedessen unseren Speichelfluss.
  • Es gibt einige Medikamente wie z.B. Eisenpräparate, Schlafmittel, Medikamente bei Herzkrankheiten und Allergien, die Mundgeruch als Nebenwirkung auslösen können.
  • Ein weiterer Faktor ist der Mundgeruch direkt nach dem Schlafen. Dieser ist ungefährlich und gilt als gewöhnlich. Denn über Nacht befindet sich im Mund weniger Speichel als sonst, sodass die Bazillen auf den trockenen Mundschleimhäuten einen Geruch erzeugen.
  • Ältere Menschen leiden häufig unter Mundgeruch. Dies muss nicht immer krankheitsbedingt sein, sondern ist in der Regel Teil unseres normalen Alterungsprozesses.

4 Tipps zur Bekämpfung von Mundgeruch

Neben der allgemeinen Zahnpflege gibt es zusätzliche Maßnahmen, die Sie bei der Mundhygiene unterstützen und insbesondere bei schlechtem Atem helfen:

Tipp 1: Erste Hilfe durch Zungenschaber, Zungenbürste & Co.

Sie helfen dabei, Beläge, die sich auf Ihrer Zunge abgesetzt haben und Gerüche erzeugen, schonend zu entfernen. Die Anwendung ist ganz einfach: Sie putzen mit dem Schaber die Rückseite Ihrer Zunge. Außerdem gibt es besondere Zungenbürsten und Zungenpasten, die bedenkenlos anzuwenden sind.

Zusätzlicher Tipp: Produkte für die Zungenreinigung regelmäßig säubern, da sich sonst Bakterien auf der Oberfläche ansammeln.

Tipp 2: Mit kontinuierlichem Speichelfluss gegen Mundgeruch

Der Speichelfluss spielt eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von schlechtem Atem. Er dient der Neutralisierung des Mundraums, wirkt antibakteriell und sorgt dafür, dass die Schleimhäute nicht austrocknen. Zitrusfrüchte, Gemüse sowie ballaststoffreiche Lebensmittel führen zu einer erhöhten Speichelproduktion. Auch das Kauen von zuckerfreien Kaugummis sowie regelmäßiger Wasser- und Teekonsum eignen sich bestens.

Tipp 3: Verzichten Sie auf bestimmte Nahrungsmittel

Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel, die für einen kurzen Zeitraum einen schlechten Atem erzeugen:

  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Kaffee
  • Käse- und Milchprodukte
  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Bärlauch
  • Alkoholische Getränke (z.B. Bier und Schnaps)
  • Auch der Genuss von Tabak führt neben dem allgemeinen Gesundheitsrisiko zu schlechtem Atem und kann auf Mitmenschen sehr abstoßend wirken.

Hingegen sorgen aromatische Kräuter und Gewürze (z.B. Thymian, Minze und Petersilie), das Kauen von Ingwer sowie der Verzehr von säurehaltigen Nahrungsmitteln (z.B. Äpfel und Zitronen) für einen frischen Atem.

Tipp 4: Pflanzliches Mittel gegen Mundgeruch

Mittlerweile werden viele Medikamente gegen Mundgeruch mit dem Wirkstoff Chlorophyll (Blattgrün der Pflanze) verkauft. Es handelt sich um einen natürlichen Wirkstoff, der die Aktivität von eiweißspaltenden Enzymen reduzieren und so den schlechten Atem beseitigen kann.

Professioneller Rat bei Mundgeruch

Wenn Sie unter starkem Mundgeruch leiden und Ihr Alltag massiv durch dieses Problem beeinflusst wird, ist es sinnvoll professionellen Rat in Anspruch zu nehmen und einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt insbesondere, wenn das Problem überraschend auftritt oder andere Begleiterscheinungen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Husten und Atembeschwerden hinzukommen. Ihr Arzt kann durch eine Gas-Analyse der Atemluft sowie mithilfe von Messgeräte feststellen, ob eine Halitose bei Ihnen vorliegt.

Neben Ihrem Arzt und Zahnarzt haben Sie die Möglichkeit eine Mundgeruch-Sprechstunde zu besuchen. Auf folgender Ratgeberseite finden Sie eine Liste von Anlaufstellen und Ansprechpartnern, geordnet nach Postleitzahlen, die Ihnen bei Bedarf weiterhelfen: http://www.ak-halitosis.de/ansprechpartner

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