Ein Mädchen schaut sich einen Zahnmodell zusammen mit ihrer Zahnärztin an.

Zahnzusatzver­sicherung für Kinder: Was Eltern wissen sollten

Viele Kinder benötigen im Laufe ihrer Entwicklung eine Zahnspange. Doch kieferorthopädische Behandlungen können teuer werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann sich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder lohnt und welche Leistungen wirklich sinnvoll sind.

Inhaltsverzeichnis

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Alle dentolo-Inhalte werden von Zahnmediziner:innen verfasst und geprüft.

Das Wichtigste zu Zahnzusatzver­sicherungen für Kinder in Kürze

  • Kieferorthopädie im Fokus: Jedes zweite Kind benötigt eine Zahnspange, doch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt Kosten nur bei schweren Fehlstellungen (KIG 3-5), nicht für leichte bis mittlere Fälle.
  • Frühzeitig abschließen: Am besten sollten Sie eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abschließen, bevor ein Behandlungsbedarf angeraten wird. Dann gelten keine Ausschlüsse für bestehende Behandlungen.
  • Die GKV hat Lücken: Für hochwertige Füllungen, bestimmte Zahnbehandlungen und manche Leistungen zur Prophylaxe zahlt die Krankenversicherung häufig nicht oder nur teilweise.
  • Zahnschutz mit dentolo: Kinder bis 18 Jahre sind im Elternvertrag bei Zahnunfällen beitragsfrei mitversichert. Für vollständigen Schutz inklusive Kieferorthopädie eignet sich die über dentolo verfügbare Zahnzusatzversicherung.

Ist eine Zahnzusatzver­sicherung für Kinder sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Kinder sind durch die gesetzliche Krankenversicherung gut abgesichert – zahnärztliche Grundversorgung, Prophylaxe und im Bedarfsfall auch kieferorthopädische Behandlungen bei schweren Fehlstellungen sind inkludiert. Für viele Familien reicht das jedoch nicht aus.

Der wichtigste Grund für eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ist die Kieferorthopädie (KFO): Schätzungsweise jedes zweite Kind benötigt im Laufe seiner Entwicklung eine Zahnspange. Die GKV übernimmt die Regelversorgung, also die einfache, funktionale Zahnspange für Kinder, nur bei mittleren bis schweren Fehlstellungen. Ästhetische Alternativen wie Keramikbrackets oder unsichtbare Aligner zahlt die Krankenkasse grundsätzlich nicht.

Was übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bei Kindern?

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre einen deutlich umfangreicheren Schutz als für Erwachsene. Trotzdem entstehen in der Praxis erhebliche Lücken – insbesondere bei Kieferorthopädie, hochwertigen Füllungen und ästhetischen Behandlungen.

Kieferorthopädie: Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse?

Die GKV übernimmt die kieferorthopädische Regelversorgung, also die einfache Metallspange bei mittleren bis schweren Fehlstellungen (KIG 3-5). Leichte Fehlstellungen (KIG 1-2) werden gar nicht erstattet. Ästhetische Alternativen wie Keramikbrackets oder unsichtbare Aligner zahlt die Krankenkasse unabhängig vom Schweregrad der Fehlstellung grundsätzlich nicht.

Die KIG-Indikation­sgruppen: Welche Fehlstellungen zahlt die GKV?

Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) teilen Zahnfehlstellungen bei Kindern in 5 Schweregrade ein. Der Schweregrad bestimmt, ob die GKV die Behandlung übernimmt:

KIG-GruppeSchweregrad der
Fehlstellung
GKV-Leistung
KIG 1Sehr leichte
Fehlstellung
Keine Erstattung
KIG 2Leichte FehlstellungKeine Erstattung
KIG 3Mittlere
Fehlstellung
Regelversorgung
(Festzuschuss)
KIG 4Schwere FehlstellungRegelversorgung
(Festzuschuss)
KIG 5Sehr schwere
Fehlstellung
Regelversorgung
(Festzuschuss)

Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann die Versorgungslücke bei KIG 1 und 2 schließen und bei KIG 3-5 die Mehrkosten für hochwertige Zahnspangen übernehmen.

Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe

Die GKV übernimmt für Kinder ab 6 Jahren bis 17 Jahre die Individualprophylaxe (IP), welche neben der Kontrolle der Mundhygiene, Fissurenversiegelungen und Fluoridierungen enthält. Nicht inbegriffen sind zusätzliche Leistungen zur Prophylaxe. Besonders, wenn eine höhere Frequenz bei einer Zahnspange notwendig ist. Vor dem sechsten Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse Früherkennungsuntersuchungen und Fluoridierungen, wenn notwendig. Ob sich die GKV an den Kosten für eine professionelle Zahnreinigung beteiligt, hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab.

Füllungen und Zahnerhalt

Bei Kindern übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Kunststofffüllungen im Frontzahnbereich in der Regel vollständig. Auch im Seitenzahnbereich sind zahnfarbene Füllungen heute Kassenleistung. Seit 2018 gilt eine EU-Richtlinie, nach der kein Amalgam mehr verwendet werden soll.

Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder kann dennoch sinnvoll sein, da die Krankenkasse bei Füllungen nur die zweckmäßige Standardversorgung übernimmt. Entscheiden sich Eltern für besonders hochwertige Kompositmaterialien, aufwändigere Schichttechniken oder zusätzliche ästhetische Anpassungen, können Mehrkosten entstehen. Die Zahnzusatztarife von dentolo übernehmen je nach Tarif bis zu 100 % der Kosten und bieten so zusätzlichen finanziellen Schutz.

Kieferorthopädie und Zahnspange: der größte Kostenfaktor für Kinderzähne

Ein Junge mit Zahnspange lächelt

Kieferorthopädische Behandlungen sind einer der häufigsten Gründe, warum Eltern eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abschließen. Schätzungsweise jedes zweite Kind benötigt im Laufe seiner Entwicklung eine Zahnspange. Je nach Art und Aufwand können sich die Gesamtkosten erheblich unterscheiden.

Die GKV übernimmt bei KIG 3-5 den Festzuschuss für die Regelversorgung. Dazu zählt in der Regel eine einfache Zahnspange mit Metallbrackets. Alles darüber hinausgehende müssen Eltern selbst tragen. Eine Übersicht der typischen Gesamtkosten:

Art der ZahnspangeTypische Kosten pro
Kiefer
Eigenanteil ohne ZZV
Einfache
Metallspange
(GKV-Regelversorgung)
2.200-4.500 €Ca. 500-800 €
Eigenanteil
Lingualtechnik
(innen)
8.000-9.000 €Gesamte Mehrkosten
Unsichtbare Aligner2.800-5.800 €Gesamte Kosten

Alle Angaben sind Richtwerte. Die tatsächlichen Behandlungskosten variieren je nach Zahnarztpraxis, Behandlungsplan und individuellem Befund.

Eine Zahnzusatzversicherung mit KFO-Leistung kann bis zu 100 % der Kosten übernehmen, sowohl für die Regelversorgung als auch für hochwertige Alternativen.

Welche Leistungen sollte eine Zahnzusatzver­sicherung für Kinder abdecken?

Neben der Kieferorthopädie gibt es weitere Leistungsbereiche, auf die Sie beim Vergleich einer Zahnzusatzversicherung für Kinder achten sollten. Das sind die wichtigsten Leistungen:

  • Kieferorthopädische Behandlungen: Achten Sie darauf, dass Behandlungen für KIG 1-2 sowie Mehrkosten bei KIG 3-5 mitversichert sind. Auch hochwertige Zahnspangen und Retainer sollten im Leistungsumfang enthalten sein.
  • Hochwertige Füllungsmaterialien: Prüfen Sie, ob die Versicherung Mehrkosten für langlebige Kompositfüllungen, ästhetische Anpassungen oder aufwändigere Behandlungstechniken übernimmt.
  • Prophylaxe und Zahnreinigung: Zusätzliche professionelle Zahnreinigungen können besonders bei Kindern mit Zahnspange sinnvoll sein und sollten möglichst regelmäßig erstattet werden.
  • Angstbehandlungen: Für ängstliche Kinder kann es hilfreich sein, wenn Leistungen wie Lachgas, Vollnarkose oder Hypnose mitversichert sind.
  • Zahnunfälle: Gerade bei Kindern kommen Frontzahnverletzungen häufiger vor. Ein guter Tarif sollte die Versorgung solcher Zahnunfälle abdecken.
  • Fehlende Zähne: Informieren Sie sich darüber, ob auch nicht angelegte Zähne (Hypodontie) abgesichert sind, da die Behandlung in solchen Fällen teuer werden kann.

Zahnzusatzver­sicherung für Kinder: Was leisten die dentolo Tarife?

Für Kinder leisten die dentolo Tarife vor allem bei Kieferorthopädie, dem größten Kostenblock. Berechnen Sie hier in wenigen Minuten, welcher Tarif Ihr Kind am besten absichert.

Bei dentolo gibt es 2 Wege, um die beste Zahnzusatzversicherung für Kinder zu finden, je nachdem, welchen Schutz Sie benötigen:

Option 1: Kostenloser Unfallschutz im Elternvertrag Kinder bis 18 Jahre sind im Vertrag der Eltern beitragsfrei mitversichert, jedoch ausschließlich für Zahnunfälle. Zahnverletzungen durch Stürze oder Sportunfälle sind abgedeckt, kieferorthopädische Behandlungen jedoch nicht.

Option 2: Eigener Vertrag für Ihr Kind (empfohlen bei KFO-Risiko) Für umfassenden Schutz inklusive Kieferorthopädie benötigt Ihr Kind einen eigenständigen Tarif. Alle dentolo Tarife gelten ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsfragen.

Hinweis: Im Komfort-Tarif sowie dem AKUT-Schutz ist Kieferorthopädie nicht enthalten.

Die über dentolo verfügbaren Zahnzusatztarife bieten umfassenden Schutz:

die dentolo Zahnzusatztarife im Überblick

Unser Rundum-Schutz enthält außerdem:

Ab wann sollten Sie eine Zahnzusatzver­sicherung für Ihr Kind abschließen?

Für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung für Kinder gilt: Je früher, desto besser. Solange beim letzten Zahnarztbesuch noch keine Behandlung angeraten wurde und kein Befund vorliegt, ist ein Abschluss ohne Einschränkungen möglich. Wer wartet, bis erste Zahnfehlstellungen oder Behandlungsbedarf dokumentiert sind, riskiert, dass genau diese Leistungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden. Besonders kieferorthopädische Auffälligkeiten zeigen sich oft bereits in der Phase, in der die Milchzähne nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt werden – und damit häufig früher, als viele Eltern erwarten.

Dazu kommt: Die Beiträge steigen mit dem Eintrittsalter. Wer eine Zahnzusatzversicherung früh abschließt, sichert sich nicht nur umfassenderen Schutz ohne Ausschlüsse, sondern auch niedrigere Monatsbeiträge für die gesamte Laufzeit. Auf einen Abschluss zu warten, bis ein Problem erkennbar wird, lohnt sich daher nicht.

Fazit: Zahnzusatzver­sicherung für Kinder – frühzeitig absichern lohnt sich

Ein Junge bei der Zahnärztin

Die Frage ist nicht ob, sondern wann: Eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ist besonders dann sinnvoll, wenn das KFO-Risiko hoch ist. Die GKV schließt wichtige Lücken, lässt Eltern aber bei leichten bis mittleren Fehlstellungen (KIG 1-2) und ästhetischen Zahnspangen allein.

Entscheidend ist ein frühzeitiger Abschluss der Versicherung, bevor eine Behandlung angeraten wird, denn dann sind keine Ausschlüsse zu befürchten. Die dentolo Zahnzusatztarife sind ohne Wartezeit und Gesundheitsfragen. So können Sie Ihr Kind frühzeitig absichern und vermeiden, dass wichtige Leistungen später ausgeschlossen werden.

Sie haben noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!

Wir beraten Sie gerne individuell und kostenlos bei der Auswahl des besten Tarifs für Ihre Zahngesundheit. Vereinbaren Sie einfach einen telefonischen Beratungstermin (ca. 15 Minuten). Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen Ihnen gerne unverbindlich zur Seite.

Häufig gestellte Fragen zur Zahnzusatzver­sicherung für Kinder

Was kostet eine Zahnzusatzver­sicherung für Kinder im Monat?

Die Kosten hängen vom Versicherer, dem gewählten Tarif und vom Eintrittsalter Ihres Kindes ab. Tarife mit umfangreichen Leistungen für Kieferorthopädie, hochwertige Zahnspangen oder Prophylaxe sind in der Regel teurer als Basistarife mit geringerem Leistungsumfang. Bei dentolo stehen unterschiedliche Tarifmodelle zur Verfügung – je nachdem, wie umfassend der Zahnschutz Ihres Kindes ausfallen soll.

Was bedeutet KIG bei der Zahnzusatzver­sicherung für Kinder?

KIG steht für kieferorthopädische Indikationsgruppen. Dabei handelt es sich um eine Einteilung der Schwere von Fehlstellungen der Zähne in 5 Stufen. Die GKV übernimmt Regelleistungen nur bei KIG 3-5. Eine Zahnzusatzversicherung kann auch Behandlungen bei KIG 1-2 abdecken und bei KIG 3-5 die Mehrkosten für hochwertige Zahnspangen übernehmen.

Kann eine Zahnzusatzver­sicherung für Kinder nachträglich für laufende Kieferorthopädie abgeschlossen werden?

Nein, für eine bereits laufende oder angeratene kieferorthopädische Behandlung greift eine neu abgeschlossene Zahnzusatzversicherung in der Regel nicht. Für zukünftige, noch nicht diagnostizierte Behandlungen Ihres Kindes besteht nach Vertragsabschluss jedoch voller Schutz.

Sind Kinder in der Zahnzusatzver­sicherung der Eltern mitversichert?

Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Manche Zahnzusatzversicherungen sehen eine kostenlose Mitversicherung von Kindern vor. Meist gilt diese jedoch nur für einen eingeschränkten Leistungsbereich wie Zahnunfälle, nicht für Kieferorthopädie oder Zahnerhalt. Bei dentolo sind Kinder bis 18 Jahre im Elternvertrag beitragsfrei mitversichert, jedoch ausschließlich für Zahnunfälle. Für umfassenden Schutz inklusive Kieferorthopädie, Zahnerhalt und Zahnersatz benötigt Ihr Kind einen eigenständigen Vertrag.

Quellenangabe:

Zahnzusatzversicherung

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